Was macht ein Laufrad aus – was ist das Besondere daran?

Kinder bewegen sich gerne und entwickeln ihre motorischen und kognitiven Fähigkeiten in täglichen Erfahrungen – in Interaktionen mit dem sozialen Umfeld und mit ihrer Umgebung.

Passendes Spielgerät, was diese Bewegungsfreude spielerisch nutzt, ist reichlich vorhanden. Das Laufrad, Dreiräder, Lauflernwagen, das Bobbycar, Laufdreiräder, Rutscher oder Scooter für Kinder, all diese Gattungen verbinden Spielspaß und kindliche Bewegungsfreude.

Was macht in diesem weiten Feld also ein Laufrad aus – was ist das Besondere daran?

Im Folgenden werden die wichtigsten Merkmale skizziert und Eigenheit beschrieben.

Die Besonderheit des Laufrads

Zunächst das Offenkundige: Laufräder sind schön und sehen auch in Kinderaugen oft besser als vergleichbare Produkte aus. Sie begeistern dadurch bereits sehr kleine Mädchen und Jungen.

Die Flitzer ohne Pedale lenken die Bewegung in kontrollierte Bahnen – und das auf einem Gefährt, welches in abgewandelter Form auch von Jugendlichen und Erwachsenen genutzt wird! Das motiviert natürlich und markiert einen emanzipativen Aspekt.

Praktisch: Laufräder fördern die Motorik, die Geschicklichkeit, die Reaktionsfähigkeit und die Beweglichkeit explizit. In diesem Kontext stellt ein Laufrad etwas ganz Besonderes dar; es schult unaufdringlich und markiert dadurch eine wichtige Etappe vor dem Fahrradfahren.

Die in den frühen Jahren gemachten Erfahrungen helfen dabei, diesen Schritt später selbstbewusst und vorbereitet anzugehen. Viele Kinder mit Laufraderfahrung lernen das Fahrradfahren sehr schnell. Stützräder sind meist nicht notwendig, weil die Kleinen ein Gespür und ein positives „Feeling“ für dies Art der Mobilität bereits besitzen.

Abgestimmt auf das Alter und die Entwicklung

Junge Kinder entwickeln sich rasant, ihre Anforderungen und Körpermaße ändern sich stetig. Somit sind für jede Altersgruppe passende Modelle nötig, die jeweils ideal auf die Bedürfnisse ihrer Zielgruppe zugeschnitten sind. Hier haben Eltern viele Auswahlmöglichkeiten.

Wann ein Kind ein Laufrad sicher steuern kann, ist von seiner körperlichen, mentalen und motorischen Entwicklung abhängig. Als Basis gilt, dass es sicher und zuverlässig Laufen können sollte.

Grob lassen sich folgende Stufen unterscheiden, die aber nur dann hilfreich sind, wenn das Kind sich im Rahmen der normalen Entwicklung bewegt.

Eine temporäre Verzögerung stellt meist kein Problem dar, nur sollten die Eltern dann mit einer Anschaffung so lange warten, bis die entsprechende Reife und die Physis vorhanden ist.

Hinweis: Für alle Modelle und Altersgruppen gilt, dass die Kleinen mit beiden Füßen den Boden berühren sollten, ohne dass die Beine komplett durchgestreckt sind. Nur dann können sie ihr kleines Rad gut steuern.

Auch ästhetische Faktoren werden berücksichtigt: Stylische Metalllaufräder sind ebenso auf dem Markt wie das klassische, robuste Holzlaufrad.

Jede Materialart hat ihren ganz eigenen Reiz: Metalllaufräder sind weniger witterungsanfällig, sehen meist sehr modern bis „cool“ aus. Holzmodelle punkten hingegen mit ihrem Charme und ihrer Ursprünglichkeit.

Unabhängig vom Material sollte die Verarbeitung immer qualitativ überzeugen, hier ist auf abgerundete Formen und begründete positive Bewertungen zu achten.

Anpassbarkeit und Sicherheit als Qualitätsmerkmal eines Laufrads

Eine weitere wichtige Eigenschaft guter Laufräder ist ihre Anpassbarkeit. Wachsen Sattel und Lenker durch Höhenverstellung mit, dann „verarbeitet“ das Modell die Entwicklung kleiner Kinder und passt sich den neuen Erfordernissen an. Eine Eigenschaft, die nicht jedes mobile Spielgerät bietet.

In der Rubrik Laufrad Test wird diese Flexibilität in die Bewertungen mit einbezogen.

Weil kleine Kinder manchmal übermütig oder unsicher agieren, wird das Thema Sicherheit bei den meisten Herstellern groß geschrieben: Tiefeinsteiger machen zum Beispiel das Handling und das Aufsteigen für alle Kinder leichter.

Die Lenkerenden sollten zudem immer gepolstert sein, damit sich das Kind nicht wehtut, wenn es mit dem Laufrad eine kleine Panne hat. Gepolsterte Sicherheitslenkergriffe minimieren Stöße und verhindern schmerzhafte Quetschungen.

Das Design (Form, Material, Gewicht) macht bei fast allen Exemplaren die Steuerung so einfach wie möglich. Sogar Themen wie ergonomische Sattel werden zunehmend bedacht; Laufräder gelten somit als sehr moderne Motorikspielgeräte.

Draußen und gemeinsam nutzbar

Laufräder – besonders Modelle mit Luftreifen – motivieren dazu, gemeinsam heraus zu gehen, weil sie auf Feldwegen und unebenen Straßen ihren Dienst zuverlässig verrichten.

Sie sind eine Prävention gegen frühe Stubenhockerei und können prima bei einem gemeinsamen Spaziergang genutzt werden, was ihren Ruf als soziales Spielzeug stärkt.

Natürlich tut frische Luft dem Nachwuchs immer gut, sie fördert die Durchblutung und damit die Sauerstoffversorgung. Viele Eltern berichten von ausgeglichenen Kindern, wenn diese richtig spielen können. Meist schlafen die kleinen Racker nach Bewegung früher und besser.

Auch die Entwicklung der Muskulatur durch eine regelmäßige körperliche Aktivität ist als Vorteil der kleinen Räder zu nennen. Ein aktuelles Thema, denn die Bewegungsarmut greift in Deutschland generationsübergreifend um sich.

Je normaler diese ist, desto besser! Und diese Normalität kann mit einem Laufrad früh initiiert werden.

Fazit: Besonderheiten und Eigenheiten des Laufrads

Kindgerecht und fortschrittlich, Spaß vermittelnd und nützlich, Aktivität fördernd und danach entspannend wirkend: Laufräder vereinen einen pädagogisch nützlichen Charakter mit Eigenschaften klassischen Kinderspielzeugs. Sie sind daher sehr beliebt. Die breite Produktpalette ermöglicht es zudem, individuell passende Produkte für den Nachwuchs zu finden und diesen seinen Bewegungsdrang in geordneten Bahnen ausleben zu lassen, ohne dass der Spaß darunter leidet.