Das Laufrad für Kinder

Die Freude an der Bewegung fördern, Spaß am Spiel vermitteln und das spätere Fahrradfahren gezielt vorbereiten – ein sicheres Laufrad für Kinder zählt zu den beliebtesten Fahrgeräten für den Nachwuchs.

Die oft „Erstfahrzeuge“ genannten Räder stellen eine relevante Vorstufe für den sicheren Umgang mit dem Fahrrad dar. Sie bilden das nützliche Fundament und führen die Kinder dosiert und auf ihre Bedürfnisse zugeschnitten an die Fortbewegung auf einem Kinderrad heran.

Bewusst wird in der Fabrikation auf Pedale und Kette verzichtet, die Bewegung erfolgt über den Fußeinsatz – es ist dadurch möglich, in den sicheren Stand zu wechseln.

Laufräder wenden sich an Kinder, die relativ sicher laufen können und nun ihren Bewegungsdrang in kindgerechten Bahnen ausleben wollen. Zeitlich betrachtet lässt es sich zwischen einem Lauflernwagen und dem ersten Fahrrad verorten.

Mit seinen 10″, 12″ oder 16″ Reifen gilt es noch als Spielfahrrad und benötigt deshalb weder Dynamo noch Lampen, es darf aber natürlich nur auf dem Fußweg benutzt werden.

Vielfältige Laufrad Angebote – den Überblick bewahren

Laufrad-sicher.de bietet geordnete Informationen zu erhältlichen Laufrad-Modellen, diskutiert und analysiert Stärken und Schwächen ausgewählter Laufräder und geht auf häufig gestellte Fragen ein.

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Spaß und motorische Förderung für Kinder

Gleich eine stattliche Anzahl nützlicher Eigenschaften weist das Laufrad für (kleine) Kinder auf. Obwohl es bereits Laufräder für Einjährige gibt, wird das erste Modell von den Eltern meist dann gekauft, wenn der Nachwuchs ca. ca 24 Monate alt ist.

Es befinden sich allerdings auch speziell designte Produkte auf dem Markt (beispielsweise Laufdreiräder), die sich an jüngere Altersgruppen wenden.

Dennoch markiert der Zeitpunkt zwischen 20-24 Monaten normalerweise die Phase, in welcher ein Kind zuverlässig gehen, stehen und somit ein Laufrad sicher steuern kann.

Als größte Stärke der Laufräder zeigt sich, dass sie bereits bei sehr jungen Kindern den Gleichgewichtssinn, mentale Prozesse wie Wahrnehmung & kausales Verständnis, die Koordination und Reaktionsfähigkeit sowie die Motorik im Allgemeinen zielsicher schulen.

Latentes Lernen ohne spürbaren Druck

Ausgestattet mit den genannten Fähigkeiten, werden die Kinder im Spiel mit dem kindgerechten Rad explizit gefördert: Die kognitive und motorische Entwicklung erfährt durch das Bewegungs- und Spielgerät einen positiven Schub.

Dabei steht der Spaß eigentlich im Vordergrund, viele positive Entwicklungen werden latent – im Spiel – eingeleitet.

Eine stattliche Anzahl sensumotorischer Skills können somit früh und eingebettet in den natürlichen Bewegungsdrang positiv angeregt werden.

Folgende Aspekte der (früh-) kindlichen Entwicklung profitieren deutlich von hochwertigen und sicher designten Laufrädern für 2-5-Jährige.

Zu unterscheiden sind soziale, motorische und mentale Prozesse.

Vorteile eines Laufrads – was fördern bewirken die Räder bei
kleinen Kindern?

  1. Koordination: Beim Steuern und Lenken des Laufrads trainiert der Nachwuchs die Auge-Hand-Koordination, gleichzeitig lernen die Kinder, sich mit ihren Füßen abzustoßen, um sich fortzubewegen. Das Zusammenspiel dieses komplexen Prozesses markiert einen Entwicklungssprung der Körperbeherrschung.
  2. Gleichgewicht: Da ein Laufrad in Normalfall nur zwei Räder besitzt, ist das Kind angehalten, das Rad aufrecht zu halten, damit es nicht kippt. Während des Sitzens und dem Bewegen des Spielgerätes lernt es, das kleine Rad zu kontrollieren. Dabei nutzen Kinder ihren Körper, um das Gleichgewicht auf dem Rad halten.
  3. Wahrnehmung: Kognitive Aspekte werden ebenfalls sinnvoll angestoßen: Das Bewegen der Füße auf dem Boden schult die taktile Wahrnehmung, kausale Prozesse (das Abstoßen führt zur Bewegung nach vorne) werden probiert, gelernt und gespeichert. Die visuelle Wahrnehmung profitiert ebenfalls, während des Laufradfahrens beobachten die Kinder ihr Laufrad, die Umgebung und vor ihnen liegende Strecke genau. Sie verbessern ihre Orientierung im Raum.
  4. Reaktionsvermögen & Reflexe: Im Spiel mit dem dem Laufrad erreichen die meisten Kinder eine gewisse Geschwindigkeit und umgehen bzw. umkurven im Weg stehende Hindernisse, dabei muss manchmal flugs reagiert werden. Das bewirkt einen förderlichen Trainignseffekt und verleiht ein intuitives physikalisches Verständnis.
  5. Motorik, Geschmeidig- & Beweglichkeit: Laufrad fahren stärkt den kompletten Körper und Bewegungsapparat: Die Wiederholung im Spiel trainiert den Körper, macht die Bewegungen fließender und regt die Muskulatur an. Kinder weisen in passenden Alter einen erhöhten Bewegungsdrang auf, mit einem kindgerechten Rad können sie diesen in sinnvoller Weise ausleben.
  6. Soziale Prozesse: Ein Laufrad für Kinder lädt zum gemeinsamen Spielen ein, dabei wird das Sozialverhalten beispielsweise durch die Absprache einer Wegstrecke oder eines Spielthemas latent und ohne äußeren Druck eingeübt.

Mit dem Laufrad die Mobilität erhöhen – familiäre Gemeinsamkeit entdecken

Kinder mit einem Laufrad nutzen dieses intensiv: Ob alleine, mit Freunden oder im Kreis der Familie. Gemeinsame Ausflüge oder Spaziergänge bereiten dem Nachwuchs viel Freude. Durch das Rad kann sich dieser beschäftigen und dabei die Strecke in angemessenem Tempo zurücklegen.

Der Sattel ermöglicht immer wieder das kurze Hinsetzen, diese Minipausen verringern das bei Kindern einfach manchmal auftretende „Rumquengeln“.

Kleine pedallose Räder ermöglichen Spiel, Bewegung und Gemeinsamkeit und binden die kindliche Aufmerksamkeit.

Spaziergang der Familie mit Kind und Laufrad
Macht viel mehr Spaß – gemeinsamer Familienausflug mit Laufrad

Mithilfe des Laufrads das Fahrradfahren vorbereiten

Laufräder bereiten die Kinder optimal auf das anstehende Fahrradfahren vor. Der Übergang zum Fahrrad gestaltet sich für geübte Kinder leichter, weil ihre koordinativen und psychischen Fähigkeiten darauf vorbereitet sind.

Meist können die Eltern auf Stützräder verzichten, da die Übung durch das Laufrad-Handling in einem sicheren und souveränen Spielverhalten mündet.

Laufrad für Kinder – den Kauf am Kind orientieren

Voraussetzung für ein Laufrad

  • Sicheres Laufen und gutes Stehvermögen des Kindes
  • Ausreichende Körpergröße bzw. Schrittlänge
  • Genügend psychische Reife
  • Bereitschaft, sich auf das neue Rad einzulassen

Um dem eigenen Kind den gesamten Nutzen eines Laufrads zu bieten und den Spaß auf keinesfalls zu kurz kommen zu lassen, ist es wichtig, dass ein Laufrad-Modell ausgewählt wird, das dem Alter und aktuellen Entwicklungsstand Rechnung trägt.

Aufmerksame Eltern achten beim Kauf des neuen Laufrads darauf, dass ihr Junge oder Mädchen beim Sitzen auf dem Modell beide Füße komplett und sicher auf dem Boden abstellen kann. Die Beine sollten dabei leicht angewinkelt und somit nicht komplett durchgestreckt sein, dies erleichtert das Abstoßen vom Boden. Die Größe des kleines Rads sollte immer zu der aktuellen Physis der Kleinen passen.

Im hiesigen Vergleich ausgewählter moderner Laufräder sind die wichtigsten Merkmale systematisch gelistet.

Sobald das Kind auf ein Laufrad trifft, das zu seiner Konstitution passt, baut es schnell einen spielerischen und mentalen Bezug zu „seinem“ Rad auf. Die spannende Entwicklung nimmt ihren Lauf.

Geduld – vieles kommt von alleine

Nicht alle Kinder starten sofort mit ihrem kleinen Rad durch, einige tasten sich an das neue Gerät heran und schieben es zunächst.

Das ist kein Grund zur Sorge, Übung macht den Meister und manche Kinder sind zu Beginn einfach vorsichtiger als Andere, sie weisen ein durchaus gesundes Sicherheitsbedürfnis auf, erobern ihr Spielgerät in dem für sie passenden Tempo.

Als Elternteil sollte man sich nicht irritieren oder gar verunsichern lassen. Es ist richtig, dem Kind die benötigte Zeit zu lassen; die ersten „richtigen“ Versuche auf dem Sattel kommen meist ganz natürlich von selbst.

Je nach Physis und Übung fallen die anfänglichen Strecken oft noch wackelig aus. Das ist normal, Eltern sollten diese ersten „Fahrten“ einfach ohne Aufregung begleiten, denn die Kinder erwerben das benötigte Gleichgewicht erst noch.

Das Schöne: Der Sohnemann oder die Tochter regeln mit den Beinen und Füßen die Fahrt auf dem Laufrad ganz individuell und intuitiv. Sie können bei Unsicherheit mit den Beinen den Bodenkontakt suchen, anhalten und innehalten.

Mit kontinuierlicher Übung werden sie mutiger, sicherer und offensiver; die Stärke und Frequenz des Abstoßens nimmt zu, die zurückgelegte Strecke wird länger. Die Kleinen lernen, den individuellen Krafteinsatz der Beine mit dem gewünschten Fahrverhalten zu verbinden, ebenso das Bremsen.

Je weniger die Füße später Bodenkontakt haben, desto besser hat sich das Gleichgewicht entwickelt. Das Kind kann jetzt alle Vorteile seines Laufrads voll nutzen.

Abhängig von Charakter und Temperament des Nachwuchses kann es zudem wichtig sein, auf spezielle Sicherheitsfeatures wie Lenkeinschlag oder gepolsterte Lenkstangen zu achten. In der Rubrik Laufradfragen finden sich Hinweise zu oft thematisierten Aspekten.

Laufräder als nützliches Spielzeug für Kinder

Trotz seiner vielen Vorteile wirkt ein Laufrad nicht „überpädagogisiert“; das oft zeitgemäße und fesche Design sowie die klaren, für Kinder verständliche Formen machen es immer zu einem tollen Spielgerät. Und zu einem treuen – mitunter jahrelangen – Wegbegleiter.